Start von Cape Canaveral; Landung 500 km
östlich von Cape Canaveral im Atlantik.
Nachdem die
ursprünglich vorgesehene Crew, nämlich Elliot
See
und Charles
Bassett beim Absturz einer T-38-Trainingsmaschine am 28.
Februar 1966 ums Leben kam, rückte die Ersatzmannschaft (
Stafford und
Cernan) auf. Neue Ersatzmannschaft wurden
Lovell und
Aldrin.
Die wichtigsten geplanten Punkte dieser
Mission waren das Andocken an die unbemannte
ATDA-Zielrakete
und die Durchführung einer
EVA.
Zwar gelang der Start sowohl von der Zielrakete als auch von der
Gemini-Kapsel ohne Probleme, die vorgesehene Ankopplung an den unbemannten
Agena-Zielsatelliten
ATDA
konnte aber nicht ausgeführt werden, da sich eine Schutzkappe nicht
abgelöst hatte. Die
EVA
von
Cernan für 2h 07m verlief ebenfalls nicht ohne Probleme.
Er schaffte es nicht, seinen Körper so zu positionieren, dass er
vernünftig arbeiten konnte, die Halterungen waren einfach nicht
ausreichend. Dadurch nahmen die Arbeiten bedeutend mehr Zeit in Anspruch als
geplant. Dazu kam, dass sich
Cernan dabei völlig verausgabte. Dadurch beschlug sein
Helm von innen, so dass er nun auch nichts mehr sehen konnte und sich nur
tastend wieder zurück in die Kapsel bewegen konnte.
Stafford musste ihm dabei assistieren. Aufgrund dieser
Probleme konnte auch nicht das von der
USAF
entwickelte
AMU
(Astronaut Maneuvering Unit) getestet werden, was
Cernan bitter enttäuschte.
Darüber hinaus
wurden noch einige kleinere Forschungsarbeiten unternommen, so wie das einzige
medizinische Experiment an Bord, mit dem das Verhalten von
Körperflüssigkeiten gemessen wurde. Auch Einheiten, die für das
Messen von Mikrometeoriteneinschlägen genutzt wurden, gehörten zu den
wissenschaftlichen Experimenten. Eines davon, das auf der
ATDA
montiert war, konnte von
Cernan aber nicht geborgen werden, weil er ja nichts sehen
konnte, das andere (an der Gemini-Kapsel montiert) konnte er indes bergen.
Weitere Fotoaufnahmen gelangen zwar, waren aber in der Ausbeute ebenfalls durch
Cernans Sehbehinderung eingeschränkt.
Die
Wasserung, nur 3 km vom Bergungsschiff
USS
Wasp entfernt, wurde live im amerikanischen Fernsehen
übertragen.