Stammbesatzungen der MIR

MIR: Expedition 23
(EO-23)

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Besatzung, Start- und Landedaten

Nr.: 1 2 3 4
Nation:
Name:  Ziblijew  Lasutkin  Linenger  Foale
Vorname:  Wassili Wassiljewitsch  Alexander Iwanowitsch  Jerry Michael  Colin Michael
Position:  Kommandant  Bordingenieur  Forschungskosmonaut  Forschungskosmonaut
Raumschiff (Start):  Sojus TM-25  Sojus TM-25  STS-81  STS-84
Startdatum:  10.02.1997  10.02.1997  12.01.1997  15.05.1997
Startzeit:  14:09 UTC  14:09 UTC  09:27 UTC  08:07 UTC
Raumschiff (Landung):  Sojus TM-25  Sojus TM-25  STS-84  STS-86
Landedatum:  14.08.1997  14.08.1997  24.05.1997  06.10.1997
Landezeit:  12:17 UTC  12:17 UTC  13:28 UTC  21:56 UTC
Flugdauer:  184d 22h 07m  184d 22h 07m  132d 04h 01m  144d 13h 48m
Erdorbits:  2926  2926  2091  2291

Double Crew

Nr.: 1 2 3 4
Nation:
Name:  Mussabajew  Budarin  Foale  Voss
Vorname:  Talgat Amangeldijewitsch  Nikolai Michailowitsch  Colin Michael  James Shelton
Position:  Kommandant  Bordingenieur  Forschungskosmonaut  Forschungskosmonaut

Expeditionsverlauf

Start vom Kosmodrom Baikonur; Landung 168 km südöstlich von Dsheskasgan (Kasachstan).

Nach zweitägigem Alleinflug koppelte Sojus TM-25 am 12. Februar 1997 an die Raumstation MIR an. Wassili Ziblijew und Alexander Lasutkin bildeten zusammen mit Jerry Linenger die 23. MIR-Stammbesatzung. Die Mannschaft unternahm gemeinsame wissenschaftliche Experimente mit Reinhold Ewald im Rahmen der europäischen Mission EUROMIR 97. Sie betrafen unter anderem Untersuchungen bezüglich Stoffwechselvorgänge, der Blutbildung, von Kreislaufproblemen. Auch ein spezielles Kreislauftraining gehörte zum gemeinsamen Forschungsprogramm.

Am 14. Flugtag brach Feuer an Bord der MIR aus. Die Kosmonauten waren jedoch in der Lage, das Feuer wieder zu löschen. Eine EVA durch Wassili Ziblijew und Jerry Linenger wurde am 29. April 1997 (4h 48m) zur Installation und Bergung von Experimenten unternommen. Später erfolgte der Ausfall einer Sauerstoff-Reinigungsanlage.

Als Ende Juni 1997 das unbemannte Transportraumschiff Progress M-34 bei einem Testanflug mehrere Löcher in das Spektr-Modul schlug und dessen Solarzellenpaneele stark beschädigte, musste Spektr komplett verschlossen werden. Dabei wurden auch rund 40% der Energieversorgung gekappt, wodurch wissenschaftliches Arbeiten anschließend nur noch eingeschränkt möglich war. Stattdessen stand für die Besatzung ein erhebliches Aufkommen an Wartungs- und Reparaturarbeiten an. Ersatzteile für notwendige Reparaturarbeiten wurden durch Progress M-35 zur Raumstation gebracht.

Zahlreiche weitere Pannen begleiteten den Flug (Ausfall der Strom-Versorgung, Ausfall von Sauerstoff-Generatoren, Herzprobleme bei Wassili Ziblijew). Bei der Landung konnten die Landeraketen nicht ordnungsgemäß gezündet werden, so dass es eine der härtesten Landungen in der Geschichte der Raumfahrt gab.

Gemeinsame Arbeiten mit der Besucher-Mannschaft von STS-84 (17. - 22. Mai 1997) wurden ausgeführt.

Zeichnungen / Fotos

EVA Linenger EVA Linenger

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Letztes Update am 20. April 2013.